Praxistipp: rel=amphtml und rel=canonical?

Immer wieder kommen werden Fragen nach Link Bezeichnungen aufgeworfen. Die geläufigste Link Bezeichnung ist sicherlich rel=nofollow über die wir bereits früher in einem kurzen Praxistipp geschrieben haben.

Die Link Kennzeichnung als rel=nofollow ist also in allen unseren vergebenen Aufträgen zwingend gefordert. Es gibt aber weitere Bezeichnungen von denen wir Euch heute 2 interessante vorstellen möchten.

Was bedeutet die Link Bezeichnung rel=amphtml und wofür wird es verwendet?

Am einfachsten ist es wie immer an einem praktischen Beispiel zu erklären:  <link rel=“amphtml“ href=“https://www.t5content.de/amp-page.html”>

diese Linkbezeichnung sagt folgendes aus. Es gibt eine AMP Version der hinterlegten Web Seite (im Beispiel „https://www.t5content.de/). Unter dem angegebenen Link ist die AMP Seite für Google auffindbar.

AMP?

AMP ist die Abkürzung für „accelerated mobile pages“ und zeigt Suchmaschinen wie Google an, dass eine Web Seite in einer für Mobilgeräte optimierten Spezifikation vorliegt. Die Beschreibung geht dabei auf ein Open Source Projekt zurück. Das Kernziel ist mobile Web Seiten, die in der Performance und Darstellung optimiert sind, auf mobilen Geräten anzuzeigen anstatt die nicht optimierten komplett zu laden. Die speziellen AMP Seiten werden auch vom Googlebot indiziert und schließlich im Google Index abgelegt.

Was geschieht nun? Ruft man von einem mobilen Endgerät eine Web Seite auf die mit rel=amphtml versehen ist, wird das aufrufende mobile Endgerät auf die AMP Seite geleitet.

rel=canonical: wieder zurück

Da nun ja 2 Web Seiten des gleichen Inhaltes vorliegen müssen auch die AMP Seiten mit entsprechenden „Wegweisern“ versehen werden, falls ein Nutzer nicht mit einem mobilen Endgerät zugreift. Die rel=canonical dient unter anderem genau dazu: AMP Seiten bzw. deren mobil optimierten Code können mit dem Verweis auf die ursprüngliche Web Seite verweisen, d.h. Anfragen werden zur entsprechenden Web Seite geleitet.In unserem Beispiel würden wir in den Code der Seite https://www.t5content.de/amp-page.html über die im Header eingebaute Linkkennzeichnung <link rel=canonical href=https://www.t5content.de> auf die „nicht AMP“ Version verweisen.

… und einiges mehr

Darüber hinaus lässt rel=canonical auch in anderen Szenarien einsetzen, z.B. um trotz unterschiedlicher URL Variationen auf eine richtige Seite zu verweisen. Auch hierzu ein kurzes Beispiel. Unsere Homepage/ Anwendung unter https://www.t5content.de ist theoretisch auch unter verschiedenen anderen Schreibweisen zu erreichen. Anmerkung: wir haben nicht alle tatsächlich belegt. Ob über http://www.t5ontent.de, https://www.t5content.de/index.html, https://t5content.de und viele mehr wäre unsere Seite zu erreichen. Was bedeutet das? Verlinken andere Nutzer zu unserer Seite, können Sie theoretisch jeder einen anderen Link verwenden. Dann hätten wir auf jeder Seite aber jeweils nur einen Link und würden uns in der Relevanz selbst unwichtiger darstellen als notwendig. Durch den Einsatz von rel=canonical im Header der „Unterseiten“ kann ich genau diesen Effekt umgehen, ebenso einsetzbar bei dynamischen URLs in denen z.B. am Ende sich eine Farbwahl einfügt um die passende Seite anzuzeigen.

und dynamische Links?

Setze ich bei dynamischen URLs rel=canonical ein, ist trotz der Erweiterung der URL der Inhalt der Seite aus Sicht der Search Engines immer gleich, d.h. die Relevanz der Hauptseite steigt.   Zusammenfassend kann man fest stellen: Die korrekte Kennzeichnung von Links kann für die Sichtweise von Suchmaschinen einen großen Unterschied machen hinsichtlich der Bewertung z.B. zur Relevanz auf Grund der Beurteilung der Verlinkung.

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